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Corona – Gespräch mit einem Bestatter

2. März 2022

Unser Interviewpartner betreibt ein mittelständisches Bestattungsinstitut mit mehreren Angestellten. Einer unserer Autoren hat ihn auf einer Kundgebung kennengelernt, bei der er gegen die Corona-Maßnahmen und die Grundrechtseinschränkungen der letzten zwei Jahre protestierte. Einer der Gründe für seinen Protest ist die Diskrepanz zwischen der medialen Darstellung zur Gefährlichkeit des Virus‘ und der Wahrnehmung in seinem Berufszweig. Er hat sich bereit erklärt, Fragen zum Sterbegeschehen, mit dem er in seinem Beruf in den letzten zwei Jahren zu tun hatte, zu beantworten.

Wie lange arbeiten Sie als Bestatter und welche Ausbildung braucht man, um diesen Beruf auszuüben?

Ich arbeite seit mehr als 25 Jahren in diesem Beruf. Bestattungsfachkraft ist in Deutschland ein anerkannter Beruf mit einer dreijährigen Ausbildungszeit und anschließender Prüfung. Weiterbildung bis zum Bestattermeister ist, wie in allen Handwerksberufe, möglich.

Was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu ergreifen und was ist das „Schöne“ daran?

Schon mein Vater war als Bestatter tätig und so habe ich mich entschlossen, auch diesen Berufsweg einzuschlagen. Der Beruf ist sehr vielfältig. Man hat Kontakt mit Menschen, leistet Hilfe und Unterstützung in einer schweren Zeit. Das reicht von Büroarbeit über den Umgang mit Behörden bis zur kreativen Gestaltung des Abschieds vom Verstorbenen.

2020 verbreiteten die Medien täglich erschreckende Zahlen über die Tausenden von Menschen, die dem Virus zum Opfer fielen. Wie haben sie das Jahr 2020 erlebt, als von den vielen Corona-Toten die Rede war? Hatten Sie mehr Sterbefälle?

Was in den Medien berichtet wurde, ließ mich natürlich aufhorchen. Die immer wieder angekündigten Wellen, müssten sich ja auf unseren Berufsstand auswirken. Doch nichts dergleichen konnte ich feststellen. Es gab einen sogenannten Hotspot in einem Altenheim. Dort verstarben mehrere alte Menschen in kurzem Abstand, wie es hieß, an Corona. Doch eine solche Häufung von Sterbefällen, hervorgerufen durch die Grippe, gerade bei älteren Menschen, gab es schon immer und war nichts Außergewöhnliches. Ich konnte 2020 keinen merklichen Anstieg bei der Zahl der Verstorbenen feststellen. Dies wurde von Kollegen in Deutschland, mit denen ich in Kontakt stehe, auch berichtet.

Das Robert-Koch-Institut legte fest, dass ein Mensch, der mit einem positiven Corona-Test verstirbt, als Corona-Toter in die Statistik einfließt. Haben Sie als Bestatter Einblick in die Totenscheine?

Der Totenschein wird mit mehreren Durchschlägen erstellt. Wir erhalten einige Ausfertigungen, u. a für das Krematorium, das Standesamt, das Gesundheitsamt, das Statistische Landesamt. Wir haben keinen Einblick, welche Todesursache vom Arzt festgestellt wird. Die Totenscheine von Menschen, die an Corona verstorben sind, werden allerdings gekennzeichnet, damit wir die entsprechenden Hygieneregeln beachten.

Wie viele „Ihrer“ Toten verstarben an oder mit Corona und haben sich Angehörige dazu geäußert? Können Sie uns dazu Zahlen nennen?

Natürlich wurde von den Angehörigen darüber berichtet. Aufgrund dieser Aussagen kann ich Zahlen nennen. In den letzten zwei Jahren waren es fünf Personen, deren Todesursache in Zusammenhang mit Covid-19 stand.

Im Laufe des Jahres 2020 wurde in den Medien berichtet, dass jüngere Menschen an Corona erkranken und auch daran versterben. Können Sie das bei den Sterbefällen in 2020, mit denen Sie in Ihrem Institut befasst waren, bestätigen?

Nein, es gab keinerlei Abweichungen zum Altersdurchschnitt der Verstorbenen der vergangenen Jahre.

Man hörte und las immer wieder, dass Menschen alleine, einsam sterben mussten, dass die Angehörigen keine Möglichkeit hatten, sich von ihren Lieben zu verabschieden. Haben sich Angehörige bei Ihnen zu den Corona-Maßnahmen in Krankenhäusern und Pflegeheimen geäußert, wenn die Verstorbenen dort ihre letzten Tage und Stunden verbracht haben?

Ja, die Angehörigen äußerten Kritik an diesen Maßnahmen. Für manche war es sehr schwer zu ertragen, dass sie nicht zu den todkranken Menschen vorgelassen wurden. Ich erinnere mich da an einen Fall, in dem eine alte Dame regelmäßig von einer Verwandten zu Hause besucht wurde. Dann kam die Dame ins Krankenhaus und die Besuche wurden verboten. Sie verstarb alleine und die Verwandte hat es bis heute nicht verwunden, dass es ihr durch diese unmenschliche Regelung untersagt war, der Dame, die ihr sehr nahestand, in den letzten Tagen und Stunden beizustehen.

Würden Sie sagen, dass die Angehörigen mehr unter den „Pandemiebedingungen“ litten, also unter Corona selbst? Gab es Angehörige, die klipp und klar Corona für den Tod ihres Liebsten verantwortlich gemacht haben?

Ja, es wurde immer wieder von den Einschränkungen durch die Pandamiebedingungen berichtet, die das Leben für kranke und alte Menschen oft sehr schwierig machten. Die Angehörigen waren darüber informiert, ob jemand mit oder an Corona verstorben war. Doch man ging meist gelassen damit um, denn wenn ein Mensch ein hohes Alter erreicht hat, kann jede Erkrankung zum Tode führen.

Ab 2021 wurde geimpft. Man hört immer wieder, dass Impfnebenwirkungen bis hin zum Tod nicht ordnungsgemäß erfasst werden. Haben Sie in 2021 in Ihrem Betrieb eine Veränderung festgestellt, die in Zusammenhang mit Corona oder Impfung stehen könnten?

Zu Beginn des Jahres, als die Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt wurden, konnten wir keinerlei Änderungen bemerken. Als jedoch geboostert wurde, erfuhr ich, auch über Kollegen, von außergewöhnlichen Todesfällen. Es verstarben Menschen, die, auch mit Vorerkrankungen, in einem stabilen Gesundheitszustand waren, plötzlich und unerwartet wenige Tage nach der Booster-Impfung.

Haben Sie mit den Angehörigen darüber gesprochen? Woher wissen Sie, dass die Toten vorher geboostert wurden?

Aus den Gesprächen mit den Angehörigen habe ich erfahren, dass die Verstorbenen nach der Booster-Impfung oft gesundheitliche Probleme hatten und bald danach verstarben.

Seit zwei Jahren befasst sich eine ganze Gesellschaft mit dem Tod. Dadurch werden Ängste geschürt. Haben Sie etwas von diesen Ängsten bei den Angehörigen bemerkt?

Sehr selten. Die Menschen haben sich mit dem Tod ihrer Lieben auseinandergesetzt. Die Corona-Angst trat in den Hintergrund. Man schenkte der Angst vor einer möglichen Erkrankung durch das Virus wenig Beachtung.

Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben.

Redaktion

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