Was tun im Kulturkrieg?

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Regelmäßig taucht in den Kommentarspalten oppositioneller Medien die Frage „Was tun?“ auf. Mal trieft sie förmlich vor Ohnmacht, mal prangt sie als Vorwurf dem Autor des entsprechenden Artikels entgegen. Was also ist diese Frage? Ein Ausweis der eigenen Hilflosigkeit? Mangelnde Kreativität? Provokation vielleicht, oder ein berechtigtes Anliegen? „Du hast uns jetzt mit deiner Polemik das zehnte Mal unterhalten, aber jetzt wollen wir mehr lesen.“

Ich kann die Frage nach dem „Was tun?“ nicht ausstehen, eben weil sich in ihr, egal wie sie gestellt ist, Opfermentalität, aber auch diese durch die digitale Anonymität provozierte Rotzigkeit widerspiegelt. Vor allem aber ist „Was tun?“ eine vernutzende Frage. Ein Artikel, ein Video, ein Beitrag, ein Aufruf ist dann nicht mehr ein Ball, den der Leser oder Zuschauer aufschnappt und seinen Gedanken nachhängend vor sich hin trippelt. Nein, der Ball wird stante pede zurückgepfeffert. Wer das für den Beginn eines wundervollen Austauschs hält, irrt in den meisten Fällen. Die Antworten auf „Was tun?“ sind aus Sicht des Ratsuchenden doch sowieso zu beliebig, zu unrealistisch, sie gehen nicht weit genug oder schießen dann doch über‘s Ziel hinaus. Es endet, wie es in der Anonymität des Netzes enden muss: Die Dinge werden zerredet, und am Ende steht man da, wo man angefangen hat. Was tun? Keine Ahnung.

Wenn du „was tun“ willst, dann gründe eine Familie, setze reichlich Nachwuchs in die Welt und nimm deine Pflicht wahr. Konzentriere dich auf das Wesentliche, halte dich und deine Familie fern von den subversiven Einflüsterungen der Postmoderne, schalt die Glotze aus und mache regelmäßig Sport.

„Danke, mein Freund, danke für nichts. Hätte ich einen Kalenderspruch gewollt, hätte ich danach gefragt.“

Nein, mal im Ernst, was tun bei Fällen wie dem Selbstboykott des Ravensburger-Verlags? Was tun, wenn am kulturmarxistischen Feldzug gegen Winnetou jetzt auch das deutsche Staatsfernsehen devot teilnimmt? Ich hielt es anfangs für eine Ente, aber ja: Die ARD wird die „Winnetou“-Filme nicht mehr ausstrahlen. Also, unberechtigt ist die Frage nicht. Und wer sich gerne über die Empörungsbewirtschafter erhebt, der muss dann auch Antworten liefern, statt sich selbst nur zu empören. Also, Freunde, was tun?

Um wirklich nüchtern und realistisch abschätzen zu können, was wir konkret machen könnten, müssen wir zunächst die Verhältnisse klären: Mit welchen Akteuren haben wir es eigentlich zu tun? Welcher Logik unterliegt ihr Handeln? Wie gestaltet sich die Beziehung zwischen ihnen und uns? Welche Einflussmöglichkeiten stehen uns unter dem Strich zur Verfügung?



Das Verhältnis zwischen uns und dem Ravensburger-Verlag ist das zwischen potenziellen Konsumenten und einem Produzenten. Das heißt, das einzig Naheliegende ist für uns erst mal der Boykott dieses Verlags. Ich höre schon förmlich, wie jetzt die Hände über den Köpfen zusammengeschlagen werden. „Danke, darauf wären wir nie gekommen!“ oder „Was soll das bringen?“ Ganz einfach: „It ain‘t much but it‘s honest work.“

Politisch und medial beherrschen die Linken das Feld, unsere Mittel sind also begrenzt und die Auseinandersetzung zwischen uns und denen erfolgt naturgemäß asymmetrisch. Asymmetrisch ist dann auch unsere Reaktion auf Kulturzersetzung – wenn wir deren kulturelle Grundlage nicht in gleichem Maße boykottieren können, dann können wir unsere Kulturgüter wenigstens in Sicherheit bringen. Das bedeutet: Sammeln, sammeln, sammeln. Kollege Vesargo hat bereits auf das Schicksal englischer Bibliotheksbestände verwiesen. Auf die Damnatio memoriae unserer Kulturgüter können wir unmittelbar nur reagieren, indem wir selbst unsere ganz privaten Bibliotheken aufbauen.

Anders ist es beim Rundfunk. Hier stehen wir als Zahlknechte, dort steht ein kleptomanisches System, dem ein Boykott seiner Sendungen, seiner „Produkte“ also, herzlich egal sein kann. Der Widerstand ist hier also ungleich schwerer, aber auch ungleich wichtiger. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass, mal ganz abgesehen von der „Winnetou“-Sache, der Widerstand gegen die Staatsmedien ein essenzieller, unverzichtbarer Widerstand ist.

Ich kann mich in meiner Wohnung über Wochen einschließen und mich damit völlig von den Verwerfungen der bundesrepublikanischen Tagespolitik freimachen. Aber zwei Dinge sind sicher: Sobald ich Radio und Fernseher anschalte, werde ich mit Staatsfunk-Propaganda getriezt. Sobald ich den Briefkasten aufmache, segelt mir das dazu passende Erpressungsschreiben entgegen. Erste Bürgerpflicht ist hier: Verweigern, verweigern, verweigern! Es ist wie mit der Impfung – kann sein, dass sie dich irgendwann rankriegen. Kann sein, dass du irgendwann einknicken wirst. Aber davor und danach hast du die Pflicht, ein Sandkorn in ihrem Getriebe zu sein.

Beim Staatsfunk kommt uns zugute, dass ihn erstens jeder hasst und dass zweitens seit einigen Wochen der Korruptionsskandal breitgetreten wird, der sowieso nur das zeigt, was wir alle längst wussten: dass es sich hierbei um eine Mafia handelt. Der Rundfunk ist die Achillesferse des ganzen Systems, und ich würde sogar so weit gehen und behaupten: Der Herbst wird nur heiß, wenn die Deutschen es endlich schaffen, ihre Rundfunkbescheide anzuzünden.

6 Comments

  1. Ja, der kulturelle und intellektuelle Niedergang der BRD ist deprimierend. Trotzdem: nicht aufgeben, Sandkorn im Getriebe sein, dem allgegenwärtigen Unsinn und den Lügen widersprechen, immer wieder, obwohl es so mühsam ist.
    Ich merke in meinem Umfeld, dass sogar bei Leuten, die bislang meinten, sie könnten den Blockparteien oder den FakeNews-Medien vertrauen, allmählich so etwas wie ein Erkenntnisprozess beginnt. Da knüpfe ich an, vorsichtig, behutsam, mit Argumenten, und indem ich an ihre Vernunft und ihre Würde appelliere. Wenn sie z.B. das nächste Mal nicht mehr die Grünen wählen, ist schon viel gewonnen.
    Auch Vorbild, Glaubwürdigkeit und Anschauung können etwas bewirken: dass z.B. die Geboosterten reihenweise mit deftigem Coronaverlauf im Bett liegen und die Ungeimpften sich bester Gesundheit erfreuen. Das lässt der Impfling zunächst nur ungern an sich heran, aber da es immer offensichtlicher wird, zerbröckelt irgendwann dann doch der Selbstbetrug und er steigt aus dem Impfkarussel aus.
    Standhalten, überzeugen, die Wahrheit verbreiten, Verbindungen aufzeigen, Strukturen offenlegen: so funktioniert das System, so festigen sie ihre Hegemonie, so plündern sie die Staatskasse für ihre Netzwerke und ideologischen Verbündeten, so betreiben sie ihre Propaganda, so diffamieren sie die Opposition.
    Am Ball bleiben; es ist ein ehrenhaftes Wirken und nicht vergeblich.

  2. Bernd durchquert seinen Kiez – überall iq 85 Schwachköpfe , präpotente Hauptschulversager , Spinner und Kriminelle . Bernd setzt sich hin , guckt in die Luft – ein osteuropäischer Schwachkopf fragt nach der Zeit – wird aufdringlich .

    soll ich den Rest auch noch erzählen ? wollen wir mal einen Seminartag besuchen ?

    Tragt die Segnungen des Multikulturalismus in die rot-grünen Wellnessoasen und beteiligt die Kinder der Verantwortlich an eben diesen Segnungen .

    (“Deutsch machen das auch ” ) sagt Frau F aus HB – sie arbeitet für die politische Polizei und ist meine Nachbarin

  3. Spaßfakt : die politische Polizei in meiner Stadt beschäftigt bevorzugt Türken und Araber

    oh Gott – wieder falsch – es sind doch Deutsche

  4. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Endeffekt kann man nur hoffen das am Ende sich wieder was in eine richtige Richtung bewegt weil die Realität die Politik dazu zwingt weil ihnen sonst der Machtverlust droht. Die Änderung beginnt erst in den Köpfern der Leute nur dann bewegt sich die Politik auch. Man kann nur das tun was man für richtig hält und funktionierende Netzwerke aufbauen wie es die Eliten ja auch machen. Man darf sich nicht entmutigen lassen, das oberste Ziel für jeden ist es ja im eigenen Leben das Richtige zutun und glücklich zu sein, mal ganz unabhängig von der politischen Situation. Zugegeben es wird einem immer schwieriger gemacht aber ok je schlimmer es wird für die Leute, desto höher ist am Ende der Lerneffekt. Das der Großteil das richtige aus dem kommenden Desaster lernt bezweifle ich allerdings.

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