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Pride Month – Worauf sind die eigentlich stolz?

2. Juni 2022
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Gestern begann der sechste Monat dieses Jahres: Es ist schon Juni, Loide, dabei hat das Jahr gefรผhlt gerade erst angefangen. Benannt nach der rรถmischen Gรถttin der Geburt, der Ehe und der Fรผrsorge, wurde makabererweise ausgerechnet dieser Monat vom politischen Gegner zum โ€žPride Monthโ€œ auserkoren โ€“ also zum Monat des sexuell Sonderbaren, des Grotesken und der Degeneration. Jedes Unternehmen schmรผckt sich 30 Tage lang mit dem Regenbogen (da beneidet man die Araber darum, dass sie davon verschont bleiben โ€“ noch zumindest), um zu signalisieren, dass es auf der richtigen Seite ist. Was man nicht alles tut fรผr ein bisschen mehr Fiat-Cash. Aber nicht nur in Unternehmen weht die Regenbogenflagge: auch in den Zeitungen, im Fernsehen, an Schulen und Hochschulen, an รถffentlichen Gebรคuden, in Bus und Bahn โ€“ der Belรคstigung durch diese Propaganda kann man nicht entkommen.

Erstaunlich ist an der ganzen Sache vor allem, wie sie den Stolz fรผr sich vereinnahmt haben: Wo der Stolz aufs Vaterland verpรถnt ist, muss eben der Stolz auf das Abnormale, auf das Anderssein her. Dabei ist es innerhalb der Abnormalen-Gemeinschaft gar nicht so leicht, โ€žandersโ€œ zu sein. Nun will ich weder einen Doppelstandard aufdecken noch das Auf-etwas-stolz-sein in Abrede stellen, doch die Art und Weise, wie die Linken auf ihre Sexualitรคt stolz sind โ€“ das aufgesetzte Kokettieren, das gleichzeitige Herumstolzieren und Herumgesuhle im Schlamm des Opferseins, das Unter-die-Nase-reiben einer vermeintlichen AuรŸenseiterrolle, wรคhrenddessen man den gesellschaftlichen Kurs bestimmt โ€“ all das erinnert nicht zufรคllig an den Stolz als eine der sieben Todsรผnden…

Wie dem auch sei, ein wenig Widerstand gegen diese ganze Farce regt sich auch im Mainstream. Pรผnktlich zum Pride Month erschien in der โ€žWeltโ€œ ein Artikel รผber die Frรผhsexualisierung der Kinder durch die Schwulen- und Lesbenbewegung โ€“ in unseren Kreisen seit Neuestem als โ€žGroomingโ€œ bekannt. Beim โ€žGroomenโ€œ wird Kindern (!), teilweise im Grundschul- (!!) oder Kleinkindalter (!!!), die Sexualitรคt eben jener LGBTQ-was-auch-immer-Truppe nรคhergebracht. Schon die jetzige Jugend, die Generation Z, sieht sich zu bis zu 40 Prozent als nicht-heterosexuell (auch wenn man da deutlicher hinschauen muss, wie Kollege Finkelstein neulich herausarbeitete), da will man sich nicht vorstellen, wie es bei den heutigen Kindern aussieht โ€“ Gott steh uns bei!

Zurรผck zur โ€žWeltโ€œ, kann ich, ohne den Artikel gelesen zu haben (der verfluchten Bezahlschranke sei Dank!), ungefรคhr voraussagen, was dort stehen wird: nรคmlich das schlammige Gewรคsch Liberalkonservativer, welches wir tagtรคglich hรถren. Sie werden zwar sagen, wie schlimm das alles doch sei, wirklich auf eine andere weltanschauliche Ebene werden sie nicht gehen โ€“ die Prรคmissen, die zum Phรคnomen โ€žwokeโ€œ gefรผhrt haben, werden akzeptiert werden. โ€žWir wollen zwar auch Schwulenrechte, und homophob sind wir wirklich nicht, aber das mit den Kindern ist nicht okay! Bitte seid nicht gemein zu uns, ja?โ€œ Stimmtโ€™s, oder habe ich recht?

Leider geht die Rechnung nicht auf: Gemein werden die โ€žWokenโ€œ trotzdem sein. Einige Linke sind da nicht zimperlich, sehen doch viele von ihnen im Springer-Verlag, zu welchem โ€žDie Weltโ€œ gehรถrt, noch immer das beutereiรŸende, stramm antikommunistische Monster aus den 50er-Jahren. Gewiss, offen โ€žwokeโ€œ sind die Springer-Erzeugnisse zwar (meistens) nicht, aber eine wirkliche Opposition beziehungsweise Alternative stellen sie trotzdem nicht dar. Dennoch, das laue Lรผftchen seitens der โ€žWeltโ€œ reicht bei der โ€žLeftist Mumโ€œ Fianna fรผr Rachegelรผste, die bis zur damnatio historiae reichen.

Nun, da habt ihr es, liebe โ€žWeltโ€œ: Eure MaรŸnahmen reichen nicht, um den Gegner aufzuhalten, stattdessen รผbernehmt ihr die Prรคmissen desselben, wรคhrend dieser seinen Zorn auf euch richtet. Und die verdiente Breitseite von rechts bekommt ihr auch noch. Ein normaler Tag im LibKon-Dasein eben. Was ich mich nur frage, ist: Warum redet Fianna von der โ€žWeltโ€œ als โ€žreaktionรคrem Hirnwurmโ€œ, gegen dem man โ€žoffensiv seinโ€œ muss? Also, offensiv gegen die Springer-Presse vorgehen, okay, gern โ€“ aber โ€žreaktionรคrโ€œ? Ich darf ja wohl bitten?!

ABOS

Bรผcher

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