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Die Fête de la Musique: Was hat es mit den Spritzenattacken auf sich?

25. Juni 2025
in 3 min lesen

Jedes Jahr zur Sommersonnenwende, am 21. Juni, findet seit 1982 die „Fête de la Musique“ (Fest der Musik) in verschiedenen europäischen Städten statt. Ins Leben gerufen wurde dieses Straßenfest vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang unter dem sozialistischen Präsidenten François Mitterrand mit dem Ziel, Musik in den öffentlichen Raum zu bringen, das (regionale) Kulturleben der jeweiligen Stadt zu fördern – die auftretenden Musiker spielen dabei ohne Honorar.

Nachdem die Fête das erste Mal am 21. Juni 1982 in Paris stattgefunden hatte, verbreitete sie sich europaweit, mittlerweile gibt es auch in Deutschland über 100 Städte, die das Fest austragen. An sich eine schöne Idee: Man flaniert am längsten Tag des Jahres durch die Straßen und genießt dabei die Klänge der Hobby- wie Profimusiker, wie sie sich ihrer Leidenschaft hingeben – also, vorausgesetzt, man mag die Musik, die sie spielen. Oder man vergisst die Tatsache, dass die Fête als öffentlich finanzierte Kulturveranstaltung zum Teil sehr stark politisch aufgeladen ist; beispielsweise im letzten Jahr, da heißt es nämlich auf der Netzseite der GEMA zur Fête de la Musique:

„Musik ist Vielfalt! Als GEMA sind wir stolz darauf, mit über 95.000 Mitgliedern die ganze Bandbreite der Musik zu repräsentieren. Bis vergangenes Jahr war der 21. Juni auch als ‚Tag der Musik‘ bekannt, im Jahr 2024 werden der Tag der Musik und die Fête de la Musique erstmals zusammengelegt und bündeln so ihre Kräfte, um die wichtige Rolle [d]er Musik in der Gesellschaft zu zeigen. Das diesjährige Motto: Vielfalt, Toleranz und der Kampf gegen Rechts.“

Natürlich ist die Fête eine linke Veranstaltung. Das hat viele Gründe: Die meisten Künstler sind links, die öffentlichen Geldgeber sind links, und der Ursprung des Festes ist ebenfalls links – nicht nur, weil es unter einem sozialistischen Präsidenten Frankreichs ins Leben gerufen wurde, sondern weil die Idee der französischen Republik an sich inhärent links ist.

Die linke Grundphilosophie der Fête und des französischen Staates scheint sich grausam zu rächen, denn das diesjährige Fest wurde durch Taten erschüttert, die von der Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der europäischen „High-Trust-Society“ zeugen: Über 140 Frauen wurden mit Spritzen attackiert. Welche Stoffe die Spritzen enthielten? Man weiß es nicht genau. Wer die Täter sind? Auch das weiß man in den wenigsten Fällen – und wenn jemand deswegen festgenommen wurde, dann reden die Medienberichte von „Männern“. Denn das Perfide an diesen Attacken ist, dass sie in der unübersichtlichen Masse geschehen, sie oft gar nicht bemerkt werden und die Täter so unbemerkt verschwinden können. Offenbar gab es regelrechte Verabredungen zu solchen Aktionen, zumindest gab es laut „Tagesspiegel“ Aufrufe in den sozialen Medien dazu.

Doch auch abseits der mysteriösen Spritzenattacken gab es im Rahmen der Fête de la Musique Gewaltausschreitungen, etwa Schlägereien zwischen „Jugendgruppen“ beziehungsweise „jungen Männern“ und Auseinandersetzungen mit der Polizei – auf den Videos, die dazu existieren, sieht man die sich prügelnden, typisch französischen Buben, hier bei der „Welt“. In einem Interview der „Welt“ mit der französischen Journalistin Cécile Calla werden auch weitere Gewalteruptionen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen angesprochen, beispielsweise bei Fußballspielen. Calla redet in ihrer Antwort von „Jugendlichen, meist aus sozial schwachen Vororten“, was einem Eingeständnis entspricht, denn jeder weiß, welche Demografie in den „Vororten“ vorherrscht: dieselbe wie diejenige, die in den Videos von der Fête de la Musique zu sehen ist – orientalische oder afrikanische Migranten.

Das Problem ist so offensichtlich, und niemand will es wahrhaben. Es sind eben nicht einfach „junge Männer“, wie die Journalistin Calla oder hierzulande linke Frauen wie Heidi Reichinnek behaupteten, sondern eine bestimmte Art von Männern, vor dem unsereins – die Rechte – seit Jahren ungehört warnt. In Frankreich ist die Entwicklung des demografischen Austausches teilweise weiter fortgeschritten als in der Bundesrepublik, und die Früchte des Multikulturalismus und des „Civic Nationalism“ – also der Idee der Staatsnation, in der die Staatsbürgerschaft nicht auf Abstammung, sondern auf „gemeinsamen Werten“ beruht – werden nun bei solchen Gelegenheiten geerntet; süß scheinen sie nicht zu schmecken. Auch abseits von Großveranstaltungen eskaliert die Gewalt ähnlich wie in Deutschland; so erschütterte jüngst ein Fall die französische Öffentlichkeit, bei dem zwei 13-jährige Jungen ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigten. Die Täter beschimpften es als „dreckige Jüdin“. Ob es wohl französische, rechte Antisemiten waren? Ob diese wohl ihr Opfer schwören lassen würden, die Tat niemandem zu erzählen – „bei Allah“?

Da stellt sich die Frage, wer nun hinter den Spritzenattacken steckt – ein Phänomen, das es in den Anfangsjahren der Fête de la Musique nicht gab, auch in den 2000ern wohl kaum. Beweisen kann man, wie gesagt, nichts, lediglich „Männer“ wurden laut Medienberichten festgenommen. „Honi soit qui mal y pense“, sagen die Franzosen: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

1 Comment Schreibe einen Kommentar

  1. Ein einzelner „HIV-Spritzer“ ging im hiesigen Nachtleben schon in den frühen 2000ern rum, ob wirklich infektiös oder Gerücht blieb unklar.
    Massenhafte Gewaltexzesse auf Multikulti-Festen gab es damals jedoch nicht, und der Einzelfall war wirklich ein Einzelfall der über Jahre noch die Nachrichten prägte, nicht umgekehrt.

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