Die FĂȘte de la Musique: Was hat es mit den Spritzenattacken auf sich?

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Jedes Jahr zur Sommersonnenwende, am 21. Juni, findet seit 1982 die „FĂȘte de la Musique“ (Fest der Musik) in verschiedenen europĂ€ischen StĂ€dten statt. Ins Leben gerufen wurde dieses Straßenfest vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang unter dem sozialistischen PrĂ€sidenten François Mitterrand mit dem Ziel, Musik in den öffentlichen Raum zu bringen, das (regionale) Kulturleben der jeweiligen Stadt zu fördern – die auftretenden Musiker spielen dabei ohne Honorar.

Nachdem die FĂȘte das erste Mal am 21. Juni 1982 in Paris stattgefunden hatte, verbreitete sie sich europaweit, mittlerweile gibt es auch in Deutschland ĂŒber 100 StĂ€dte, die das Fest austragen. An sich eine schöne Idee: Man flaniert am lĂ€ngsten Tag des Jahres durch die Straßen und genießt dabei die KlĂ€nge der Hobby- wie Profimusiker, wie sie sich ihrer Leidenschaft hingeben – also, vorausgesetzt, man mag die Musik, die sie spielen. Oder man vergisst die Tatsache, dass die FĂȘte als öffentlich finanzierte Kulturveranstaltung zum Teil sehr stark politisch aufgeladen ist; beispielsweise im letzten Jahr, da heißt es nĂ€mlich auf der Netzseite der GEMA zur FĂȘte de la Musique:

„Musik ist Vielfalt! Als GEMA sind wir stolz darauf, mit ĂŒber 95.000 Mitgliedern die ganze Bandbreite der Musik zu reprĂ€sentieren. Bis vergangenes Jahr war der 21. Juni auch als ‚Tag der Musik‘ bekannt, im Jahr 2024 werden der Tag der Musik und die FĂȘte de la Musique erstmals zusammengelegt und bĂŒndeln so ihre KrĂ€fte, um die wichtige Rolle [d]er Musik in der Gesellschaft zu zeigen. Das diesjĂ€hrige Motto: Vielfalt, Toleranz und der Kampf gegen Rechts.“

NatĂŒrlich ist die FĂȘte eine linke Veranstaltung. Das hat viele GrĂŒnde: Die meisten KĂŒnstler sind links, die öffentlichen Geldgeber sind links, und der Ursprung des Festes ist ebenfalls links – nicht nur, weil es unter einem sozialistischen PrĂ€sidenten Frankreichs ins Leben gerufen wurde, sondern weil die Idee der französischen Republik an sich inhĂ€rent links ist.

Die linke Grundphilosophie der FĂȘte und des französischen Staates scheint sich grausam zu rĂ€chen, denn das diesjĂ€hrige Fest wurde durch Taten erschĂŒttert, die von der Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der europĂ€ischen „High-Trust-Society“ zeugen: Über 140 Frauen wurden mit Spritzen attackiert. Welche Stoffe die Spritzen enthielten? Man weiß es nicht genau. Wer die TĂ€ter sind? Auch das weiß man in den wenigsten FĂ€llen – und wenn jemand deswegen festgenommen wurde, dann reden die Medienberichte von „MĂ€nnern“. Denn das Perfide an diesen Attacken ist, dass sie in der unĂŒbersichtlichen Masse geschehen, sie oft gar nicht bemerkt werden und die TĂ€ter so unbemerkt verschwinden können. Offenbar gab es regelrechte Verabredungen zu solchen Aktionen, zumindest gab es laut „Tagesspiegel“ Aufrufe in den sozialen Medien dazu.

Doch auch abseits der mysteriösen Spritzenattacken gab es im Rahmen der FĂȘte de la Musique Gewaltausschreitungen, etwa SchlĂ€gereien zwischen „Jugendgruppen“ beziehungsweise „jungen MĂ€nnern“ und Auseinandersetzungen mit der Polizei – auf den Videos, die dazu existieren, sieht man die sich prĂŒgelnden, typisch französischen Buben, hier bei der „Welt“. In einem Interview der „Welt“ mit der französischen Journalistin CĂ©cile Calla werden auch weitere Gewalteruptionen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen angesprochen, beispielsweise bei Fußballspielen. Calla redet in ihrer Antwort von „Jugendlichen, meist aus sozial schwachen Vororten“, was einem EingestĂ€ndnis entspricht, denn jeder weiß, welche Demografie in den „Vororten“ vorherrscht: dieselbe wie diejenige, die in den Videos von der FĂȘte de la Musique zu sehen ist – orientalische oder afrikanische Migranten.

Das Problem ist so offensichtlich, und niemand will es wahrhaben. Es sind eben nicht einfach „junge MĂ€nner“, wie die Journalistin Calla oder hierzulande linke Frauen wie Heidi Reichinnek behaupteten, sondern eine bestimmte Art von MĂ€nnern, vor dem unsereins – die Rechte – seit Jahren ungehört warnt. In Frankreich ist die Entwicklung des demografischen Austausches teilweise weiter fortgeschritten als in der Bundesrepublik, und die FrĂŒchte des Multikulturalismus und des „Civic Nationalism“ – also der Idee der Staatsnation, in der die StaatsbĂŒrgerschaft nicht auf Abstammung, sondern auf „gemeinsamen Werten“ beruht – werden nun bei solchen Gelegenheiten geerntet; sĂŒĂŸ scheinen sie nicht zu schmecken. Auch abseits von Großveranstaltungen eskaliert die Gewalt Ă€hnlich wie in Deutschland; so erschĂŒtterte jĂŒngst ein Fall die französische Öffentlichkeit, bei dem zwei 13-jĂ€hrige Jungen ein zwölfjĂ€hriges MĂ€dchen vergewaltigten. Die TĂ€ter beschimpften es als „dreckige JĂŒdin“. Ob es wohl französische, rechte Antisemiten waren? Ob diese wohl ihr Opfer schwören lassen wĂŒrden, die Tat niemandem zu erzĂ€hlen – „bei Allah“?

Da stellt sich die Frage, wer nun hinter den Spritzenattacken steckt – ein PhĂ€nomen, das es in den Anfangsjahren der FĂȘte de la Musique nicht gab, auch in den 2000ern wohl kaum. Beweisen kann man, wie gesagt, nichts, lediglich „MĂ€nner“ wurden laut Medienberichten festgenommen. „Honi soit qui mal y pense“, sagen die Franzosen: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ein einzelner „HIV-Spritzer“ ging im hiesigen Nachtleben schon in den frĂŒhen 2000ern rum, ob wirklich infektiös oder GerĂŒcht blieb unklar.
    Massenhafte Gewaltexzesse auf Multikulti-Festen gab es damals jedoch nicht, und der Einzelfall war wirklich ein Einzelfall der ĂŒber Jahre noch die Nachrichten prĂ€gte, nicht umgekehrt.

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